An Pfingsten geht’s nach Regen

Traditionell am Pfingstwochenende findet in Regen in Bayern eines der größten Volksmusikfestivals in Deutschland statt. Allerdings kommend die Musikfreunde nur alle zwei Jahre zusammen, und zwar in den geraden Jahren. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung 1998. Neben den vielen Konzerten gibt es auch eine Volksmusikmesse und einen Markt für Kunsthandwerker.

Grund für das Festival war die 850-Jahr-Feier der Stadt Regen im Jahr 1998. Man wollte damals etwas Besonderes schaffen, das auch über das Jubiläumsjahr hinaus Bestand hatte. Schon im ersten Jahr kamen 100 Musikgruppen in die bayerische Stadt und lockten 9000 Besucher an. Man freute sich über den Erfolg des Volksmusikspektakels, war sich aber nicht sicher, ob dieser auch zwei Jahre später eintreten würde. Die Sorgen waren recht unbegründet, tatsächlich kamen jedes Mal mehr Zuschauer und Bands und im Jahr 2014 konnten die Veranstalter 2500 Musiker und 50.000 Besucher zählen.

Die meisten Gruppen, die beim Drumherum-Festival auftreten kommen aus Bayern, aus Österreich und aus einigen osteuropäischen Ländern. Der Mann hinter der Organisation ist Roland Pongratz, der das Festival auch gegründet hat, offizieller Veranstalter ist die katholische Erwachsenenbildung in Regen. Der Name Drumherum bezieht sich auf die Herkunftsländer der Musiker.

Was das Festival so beliebt macht ist, dass es sich nicht nur auf das Festivalgelände beschränkt. Gerade in der Volksmusik ist es üblich dass Kapellen und Ensembles auch spontan Stücke aufführen und so kann man während der Festivaltage in den Straßen und Gassen, aber auch in vielen Kneipen und Restaurants einige der Bands eine Kostprobe ihres Könnens geben sehen. Vonseiten des Festivals wird das freie Musizieren auch unterstützt, Musiker werden geradezu aufgefordert, zu spielen wo immer sie wollen.

Da es im katholischen Regen zu Pfingsten auch viele kirchlichen Veranstaltungen gibt, werden die Musiker ebenfalls in diese mit eingebunden. Vor allem die Stadtbücherei organisiert immer viele Lesungen und auch Diskussionen, meistens zu den Themen Volksmusik und Dialekte.