Das Erfolgspaar: Marianne und Michael

Kaum ein Paar hat die Volksmusik so lange dominiert wie Marianne und Michael. Dahinter verbergen sich der Österreicher Adolf Michael Hartl und die Münchnerin Marianne Hartl. Die beiden lernten sich bereits 1973 kennen und begannen ihre Karriere als Gesangsduo in der volkstümlichen Musik. 1979 heirateten sie standesamtlich und begannen ihre steile Karriere. Bereits 1986 traten sie beim Grand Prix der Volksmusik auf und landeten auf dem elften Platz. Ihre Konzerte fanden immer mehr Fans und sie traten in vielen Fernsehsendungen und Konzerten auf. Bald wurde das ZDF aufmerksam und merkte, dass die beiden auch hervorragende Moderatoren waren. Ihnen wurde daraufhin die Moderation der „Superhitparade der Volksmusik“ übertragen. Später folgten dann auch die „Lustigen Musikanten“, von denen sie 100 Shows produzierten. Insgesamt buchte das ZDF die beiden für über 200 Shows, darunter auch „Liebesgrüße mit Marianne und Michael“, in der Zuschauerwünsche erfüllt wurden.

Als das ZDF die Volksmusik kürzte

Ab 2007 begann das ZDF seine Volksmusiksendungen drastisch zu reduzieren, was auch Marianne und Michael zu spüren bekamen. Dennoch gab es im Folgejahr noch drei weitere Volksmusikshows, die von den beiden Singenden moderiert wurden.

An Auszeichnungen mangelt es dem Duo nicht. Sie gewannen dreimal die „Krone der Volksmusik“, den „Bambi“, den „Goldenen Löwen“ von RTL, die „Goldene Henne“ für ihr Lebenswerk, waren Gewinner der „Superhitparade der Volksmusik“ und der „Volksmusikhitparade“ sowie des „smago! Awards“ für 40 Jahre beste Unterhaltung.

Einen Einschnitt brachte das Jahr 2016: Das Volkmusik-Traumpaar heiratete kirchlich, was ein großes Medienereignis darstellte. Gleichzeit gab man aber auch bekannt, dass bald Schluss mit der Musik sein sollte. Die beiden wollten ihre Karriere langsam auslaufen lassen, schließlich seien sie längst im Rentenalter. Das letzte Album gab mit seinem Titel aber schon einen Hinweis darauf, dass man sich wohl nicht völlig von der Volksmusik trennen will: Es heißt „Lebenslänglich“ und ist Ausdruck der Verbundenheit des Traumpaares mit der volkstümlichen Musik.