Die Original Egerländer Musikanten

Die wahrscheinlich bis heute größte Band der Volksmusik sind die Egerländer Musikanten, die von dem Musiker und Komponisten Ernst Mosch ins Leben gerufen wurden. Das Egerland, heute Teil von Tschechien, war Moschs Heimat, er lernte sein erstes Instrument, das Flügelhorn, im damaligen Falkenau. Mosch hatte schon früh den Wunsch Musiker zu werden und konnte sich diesen erst nach dem Krieg, in dem er am Daumen verletzt wurde, erfüllen. Er kehrte zunächst nach Falkenau zurück, wurde dann aber mit den anderen Sudetendeutschen vertrieben und floh nach Bayern.

Nachdem seine Blasmusik auf dem Bundespresseball 1956 gut angekommen war, gründete Mosch mit zwölf Musikern seine erste Band, die er die Egerländer Musikanten nannte, was auch passte, weil die meisten Musiker aus Böhmen kamen. 1958 setzte man noch das Wort Original davor. Es folgten die ersten Auftritte und bald waren die Musiker auch außerhalb Deutschlands bekannt. 1966 traten sie in der Carnegie Hall in New York auf. 1973 erhielt Mosch die erste Platin-Schallplatte für mehr als zehn Millionen verkaufte Tonträger. Die Egerländer wurden fester Bestandteil im Fernsehen, erreichte aber auch über eine halbe Millionen Fans auf den Tourneen im gleichen Jahr.

Mosch spielte über 1000 Konzerte

1981 gab es eine ZDF-Sondersendung, in deren Rahmen Mosch auch in seine alte Heimat nach Falkenau reiste und sein Geburtshaus nach 36 Jahren wieder sah. Allerdings war es ein privater Besuch und es bleib ihm zeit seines Lebens verwehrt, dort aufzutreten. In den 90er Jahren war der König der Blasmusik mit seinem Ensemble dauerhaft unterwegs, allerdings verschlechterte sich seine Gesundheit. Ernst Mosch starb 1999 in Germaringen. Er hatte über 1.000 Konzerte gespielt.

Die Original Egerländer Musikanten blieben aber weiter bestehen, nun unter der Leitung von Ernst Hutter, der es auch 2010 schaffte, dass sie erstmals in Eger in Tschechien auftreten durften. Er benannte die Gruppe in Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten um und trat mit ihnen auch wieder in der Carnegie Hall auf.